Dann geh halt zum Bankomaten!

Warum wir mit Kindern viel mehr über Geld reden sollten und ein fixes Taschengeld viel klüger ist als Kohle nach Anlass

Stadtleben | RECHERCHE: GERLINDE PÖLSLER | aus FALTER 46/16 vom 16.11.2016

Jeden Tag schichtet der siebenjährige Simon seine Euro-und Cent-Münzen zu kleinen Stapeln auf. 7,85 Euro besitzt er gerade, das hat er groß auf einen Zettel geschrieben. Er rechnet aus, wie viele Semmeln er davon kaufen könnte, und hält ständig die Augen offen, ob vielleicht irgendwo ein herrenloses Geldstück herumliegt. Jeden Tag sucht er neue Verstecke für seinen "Geldsammelsack". Wegen der Einbrecher - Polizei ist neben Geld gerade sein zweites Lieblingsthema.

Das ist der ideale Zeitpunkt, um mit dem Taschengeld zu beginnen und mit dem Kind über Geld zu reden. Simon hat Glück, in der Schule tun sie das gerade. Auf dem Markt hat die Klasse gruppenweise Obst eingekauft und dann die Preise verglichen. In Summe aber wird hierzulande mit Kindern viel zu wenig über Geld geredet. Zu Hause wie auch in der Schule. Dort ist es nur ein Unterrichtsprinzip, kommt also nirgends verpflichtend vor. Und bei weitem nicht alle erhalten regelmäßig Taschengeld - ein großer Teil bekommt einfach


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