Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 46/16 vom 16.11.2016

Pop

Steve Hauschildt: Strands

"Warum hörst du dauernd dieses New-Age-Zeug? Wirst du jetzt Esoteriker?" Manchmal stößt Lieblingsmusik auf Widerstand. Der junge US-Produzent Steve Hauschildt schafft hinreißende Soundlandschaften. "Strands" ist mit seinen ungemein klaren, schwingenden Klängen ein Fest für Synthesizerfreunde und funktioniert als Berieselung im Sinne von Brian Enos Ambient Music, hält aber auch genauerem Hören stand. Verbraucherhinweis: Menschen, die diese Platte gekauft haben, mögen auch Klaus Schulze. (Kranky) SF

Lokal

Willi Resetarits & Stubnblues: 7

Ideal für stille Momente ist das neue Album des Stubnblues: Zwölf Nummern zum Schwelgen und Nachdenken, etwa eine H.C.-Artmann-Vertonung oder "Schaun zahn drahn", ein Musik gewordener Text des Dialektlyrikers Peter Ahorner. Eine schöne Überraschung ist "A schlechte Reklam", geschrieben vom legendären Ostbahn-Kurti-Trainer Günter Brödl, "Dann kummst du", ein Liebeslied von Resetarits selbst, bildet den Abschluss einer wirklich guten Reklam' für österreichische Musik. (nu a sattele) SP

Klassik

Daniil Trifonow: Transcendental

Vor einigen Wochen bescherte uns Daniil Trifonow im Konzerthaus einen unvergesslichen Abend, auf seinem neuen Album widmet er sich Franz Liszt. Zu hören sind unter anderem dessen zwölf transzendentale Etüden, und die gehören zum Schwierigsten, was je für das Klavier geschrieben wurde. Bei Trifonow ist jede einzelne ein eigenes Meisterwerk. Dabei ist der Russe alles andere als ein Showman, sondern ein Virtuose im besten und echten Sinne des Wortes. Und was für Genieklänge er da hervorzaubert, ist atemberaubend. (DG) MDA


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