Abverkauf im alten Dampfbad

Das Dorotheum präsentierte im Römischen Bad Möbel aus der Sammlung des legendären Kunsthändlers Reinhold Hofstätter

Feuilleton | REPORTAGE: NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 46/16 vom 16.11.2016

Die 24 Marmorsäulen, die schönen Stuckaturen und Deckenfenster existieren noch immer: Nur einen Katzensprung von der Wiener Weltausstellung entfernt eröffnete 1873 das luxuriöse Römische Bad. In den Resten der ehemaligen Badehallen, die die Bombentreffer im Zweiten Weltkrieg überstanden haben, wurden letzte Woche Antiquitäten aus dem Nachlass von Reinhold Hofstätter ausgestellt.

Der 2013 verstorbene Kunsthändler war ein Original. Besucher empfing er mit seinem Papagei auf der Schulter, am Wochenende bestieg er das Motorboot und brauste zu seinem Schloss in der Wachau. In dessen Kellerverlies hätte er gerne einen Bären gehalten - ein lebensgroßes Holzbärli musste schließlich reichen.

Mehr als 5000 Objekte hat Hofstätter seinem Sohn Anton hinterlassen. Der 32-jährige Erbe versilberte schon 2014 bei Lempertz in Köln 50 alte Meister und Objekte; das Dorotheum durfte kürzlich das Inventar des Spitzer Schlosses Schwallenbach verklopfen. Die wertvollsten Kunstobjekte hängen aber


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