Kunst Vernissage

Konzeptuelles Ping-Pong, dadaistischer Spaß

NS | Lexikon | aus FALTER 46/16 vom 16.11.2016

Er liebte Tischtennis, deklarierte sich selbst als "U.F.O.-Naut" und malte mit Vorliebe weiße Fragezeichen: Der slowakische Künstler Július Koller (1939-2007) produzierte jahrzehntelang hintersinnige Arbeiten für die Schublade, passte sein Kunstbegriff doch so gar nicht zum sozialistischen System. In den 1990er-Jahren wurde seine von dadaistischem Humor geprägte Kunst durch ausländische Kuratoren gewürdigt; jetzt hat das Mumok in Zusammenarbeit mit dem Museum moderner Kunst in Warschau und der Slowakischen Nationalgalerie die Retrospektive "Július Koller. One Man Anti Show" produziert. Im Rahmen der Schau wird donnerstags auch der J.K. Ping-Pong Club veranstaltet, der am 1.12. in einem von Dirk Stermann moderierten Turnier gipfelt.

Mumok, Do 19.00 (bis 17.4.)


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