"Ich wollte immer, dass alles deutlich wird"

Die Schriftstellerin Ilse Aichinger ist tot. Wir drucken - in memoriam - ein bisher unveröffentlichtes Gespräch

Feuilleton | GESPRÄCH: GÜNTER KAINDLSTORFER | aus FALTER 46/16 vom 16.11.2016


Foto: Brigitte Friedrich / Interfoto / picturedesk.com

Foto: Brigitte Friedrich / Interfoto / picturedesk.com

Am 11. November verstarb Ilse Aichinger, kurz nach ihrem 95. Geburtstag, in ihrer Heimatstadt Wien. Bevor sie sich aus der Öffentlichkeit zurückzog, war die begeisterte Kinogeherin dort auch regelmäßig im Filmmuseum anzutreffen (das Programm „Nachmittagskino. Nach Ilse Aichinger“ läuft noch bis 26.11.).

Die Genauigkeit des Blicks war ihre ästhetische und ethische Richtschnur von Anfang an. Aichinger, die als Kind einer jüdischen Mutter den Nazi-Terror in Wien überlebte, hat darüber in ihrem ersten Roman „Die größere Hoffnung“ (1948) Auskunft gegeben. Poesie als eine Form des Schönschreibens war ihr verdächtig, Klarheit ging ihr über alles.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige