Die unsichtbaren Unterschiede

Was Österreicher aus dem Wahlsieg Donald J. Trumps lernen können - und was nicht

ANALYSE: CHRISTOPH HOFINGER | Politik | aus FALTER 46/16 vom 16.11.2016

Die USA haben ihr erstes rechtspopulistisches Wahlergebnis serviert bekommen. Während sich die Republikaner - mit noch etwas ungläubigem Staunen - zum machtpolitischen Festschmaus setzen, sind die Demokraten fassungslos über ihre unerwartete Niederlage. Die Siegesgewissheit der Clinton-Kampagne war, wie einige ihrer Strategen freimütig einräumen, "magical thinking", also Wunschdenken über Faktoren, die den Wahlsieg scheinbar zwingend bringen mussten.

Erster Irrtum: "Trump hat gegen Minderheiten gehetzt, also werden uns alle Latinos wählen." Clintons Vorsprung vor Trump bei den Einwanderern aus Lateinamerika war geringer als der Obamas vor Romney. Irrtum zwei: "Trump hat alle Frauen beleidigt, also wird Hillary bei ihnen einen riesigen Vorsprung einfahren." Die Demokratin lag zwar bei Frauen insgesamt vorne, aber bei weißen Frauen um demütigende zehn Prozentpunkte hinten.

Nur knapp vier von zehn Amerikanern sagten vor der Wahl, dass Trump die besseren Qualitäten für das Präsidenten-Amt

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