Raymond Pettibon (4)

Feuilleton | aus FALTER 46/16 vom 16.11.2016

Nach 9/11 bekam Pettibons Kunst eine politische Stoßrichtung. Nun ergänzen die Kriege und Verbrechen des Empire die Phantasmen der Popkultur. Die Kapuzen auf dieser Zeichnung von 2005 erinnern an die Fotos der vom US-Militär gefolterten Iraker im Gefängnis von Abu Ghuraib. Pettibon montiert sie auf athletische Körper mit riesigen Schwänzen. Die Bildunterschrift "Warum wir sie so hassen" lässt mehrere Interpretationen zu: Züchtigen wir jene, die unsere Überlegenheit infrage stellen? Vielleicht sind die beiden ein schwules Paar bei einem Sadomasoritual, ein weiteres Feindbild der Konservativen.


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