Und jetzt?

Nach dem Trainerwechsel und der Beurlaubung des Sportdirektors erklärt der Rapid-Präsident Michael Krammer die Krise. Und die Wege hinaus


BESTANDSAUFNAHME: JOHANN SKOCEK
Stadtleben | aus FALTER 46/16 vom 16.11.2016

Michael Krammer sitzt in einem Zimmer des Allianz Stadions, ein paar Meter von der Veranstaltung "Doppelpass", die der Präsident den Investoren und Businesskunden des SK Rapid zum Networken bietet. "Wir haben alle VIP-Logen verkauft und im Business-Club eine Auslastung von 80 Prozent", verkündete er der Hautevolee der "Rapid-Familie". Der zweite Teil des Geschäftsmodells, die Mannschaft, läuft derzeit aber unrund. In der Bundesliga ist Rapid Fünfter. Ein paar Tage zuvor hat Krammer Sportdirektor Andreas Müller und Trainer Mike Büskens "beurlaubt", einige Stunden später wird er den von Altach abgeworbenen Damir Canadi als neuen Rapid-Trainer vorstellen.

Eine Entscheidung aus dem Bauch oder aus dem Kopf? Nach einer "Beobachtung über längere Zeit", sagt Krammer, habe er "keine Kommunikation und Entwicklung" mehr im Team gesehen. Dabei habe er "heuer sogar ein negatives Transfersaldo in Kauf genommen", um die Mannschaft zu verbessern. Rapid erwarb im Sommer teure Spieler wie den Isländer

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