Tanz Kritik

Ballettgeschichte als Triptychon

Lexikon | VERONIKA KRENN | aus FALTER 46/16 vom 16.11.2016

Spitzentanz im Dauerlächeln zu Bizets "Symphonie in C" kontrastiert drei Teile. "Balanchine/Liang/Proietto" blickt von George Balanchines neoklassischem Ballett in die Gegenwart. Edward Liang seziert in "Murmuration" tänzerisch das Beziehungsverhalten von Vogelschwärmen. Zu Ezio Bossos Violinkonzert vervielfacht sich das Ensemble, als die Tänzer ihre stumm plaudernden Schatten an die Wand werfen. Sie verkeilen sich in Paar- und Gruppenkonstellationen zu Flugwesen, während die Nacht über den Bühnenhimmel kriecht. Vielschichtig verästelt sich Daniel Proiettos Reminiszenz an romantisches Ballett in "Blanc": Mit Videos und Poesie entspinnt sich eine traumverhangene Vision aus Verwandlungsspielen.

Staatsoper, Fr 19.00


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