Theater Kritiken

Ein seltsames Paar und weitere Seltsamkeiten


MP
Lexikon | aus FALTER 46/16 vom 16.11.2016

Mit einer Party und einer Premiere hat das Theater Bronski & Grünberg am Alsergrund die Pforten geöffnet. Die erste Produktion scheut auf der winzigen Bühne keinen Aufwand punkto Spieler (acht) und Requisiten (viele). Körperkomik ist die Währung der Posse "Dracula" von Kaja Dymnicki und Alex Pschill frei nach dem Roman von Bram Stoker. In Teil eins wird der Besuch des Immobilienmaklers Harker beim Grafen in Transsylvanien als Begegnung zweier sozial unbeholfener Männer witzig und höchst einfallsreich ausgespielt, Alexander Jagsch und Matthias Mamedof sind ein famos seltsames Paar. Nach der Pause werden es der anarchischen Einfälle zu viele und die Edelpantomime verliert bis zum Ende der dreistündigen Aufführung zunehmend an Blut. Ein an sich erfreulicher Start für ein Haus, der aber zeigt: Da muss ein Dramaturg her.

Bronski & Grünberg, Fr-So 19.30


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