Wie es zu dieser Geschichte kam

Medien | aus FALTER 46/16 vom 16.11.2016

Auf seiner Webseite hat Norbert Hofer seinen Lebenslauf geschönt und seine Episode als Kommunikationstrainer gelöscht. Durch eine Archivrecherche fand der Autor eine ältere Version des Lebenslaufes, in dem Hofer "verhaltenstechnische Seminare wie Rhetorik, Kommunikation, Crash Rhetorik, Team Design sowie NLP" auflistete, die er von 1995 bis 1999 absolviert hatte. Von 1996 bis 2001 arbeitete Hofer selbst als Kommunikations- und Verhaltenstrainer (siehe Seite 24).

Um herauszufinden, was in den freiheitlichen Rhetorikseminaren gelehrt wird, hob der Autor in einem weiteren Rechercheschritt auf der Nationalbibliothek die Weiterbildungsseminare des Freiheitlichen Bildungsinstituts aus. Rhetorik war dort in den vergangenen Jahren ein Schwerpunkt (siehe Seite 27). Hofer wendet eine Reihe dieser rhetorischen Tricks lehrbuchmäßig im Wahlkampf an.

Der Autor analysierte sieben TV-Duelle und zwei Elefantenrunden (siehe Seite 24). Dabei wurden Hofers Manöver in den Debatten mit Timecode erfasst, seine Aussagen niedergeschrieben, verschlagwortet, kategorisiert und ausgewertet. Anschließend wurden die Tricks fünf Rollen zugeordnet. Auf Basis dieser Recherche entstanden diese Arbeit sowie fünf Videos, die von Markus Lubej gestaltet wurden und auf falter.at veröffentlicht werden (siehe Seite 28).

Neben der eigenen Analyse der TV-Duelle führte der Autor außerdem Interviews mit vier Kommunikationsexperten aus Deutschland und Österreich (siehe Seite 24). Zudem wurden die drei Bundespräsidentschaftskandidaten Irmgard Griss, Andreas Khol und Rudolf Hundstorfer um ein Gespräch gebeten, von denen nur Hundstorfer zu einem Interview bereit war.


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