Er reicht Frauen vorzugsweise nicht die Hand

Nach 33 Jahren hat die Jüdische Gemeinde in Wien mit Arie Folger einen neuen Oberrabbiner. Ein Gespräch über Judentum und Österreich

INTERVIEW: NINA BRNADA FOTO: HERIBERT CORN | Politik | aus FALTER 46/16 vom 16.11.2016

Viele hätten sich gewünscht, dass Paul Chaim Eisenberg Oberrabbiner von Wien bleibt. Dass er in Pension ging, hat viele überrascht. Ebenso, dass ausgerechnet der belgische Rabbiner Arie Folger in seine Fußstapfen getreten ist. Seit vergangenen Juni ist er nun im Amt. Ein Gespräch über Veränderungen im Wiener Rabbinat, den Film "Matrix" und die Chancen des religiösen Fundamentalismus.

Falter: Herr Oberrabbiner Folger, lassen Sie uns auf aktuelle politische Entwicklungen eingehen, bevor wir über Ihr neues Amt sprechen. Nicht zuletzt anlässlich der vielen muslimischen Flüchtlinge, die nach Europa kommen und oft viel religiöser sind als die Mehrheit der Westeuropäer, gibt es eine große Diskussion, wie man das Leben in einer pluralistischen, modernen Gesellschaft organisieren soll, wenn viele streng religiöse Menschen ihre Eigenheiten bewahren wollen. Was ist Ihre Idee dazu?

Arie Folger: Historisch und global betrachtet gibt es eine enorme Zahl an Menschen, die ihr religiöses Erbe

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