Stadtrand Urbanismus

Wenn 's Christkindl die Werkstatt schließt

Stadtleben | aus FALTER 47/16 vom 23.11.2016

Um als Erwachsener die alljährliche Kitschattacke des Christkindlmarkts auf dem Rathausplatz zu überstehen, brauchte es mitunter einige Häferln Punsch. Man sage nur Herzerlbaum. Doch im Grunde war der Adventzauber für Kinder konzipiert, und die hatten in den vergangenen 30 Jahren an dem bunten Bling-Bling nichts auszusetzen. Trotzdem: Die Stadt Wien wollte heuer neue, modernere Wege einschlagen und kündigte dem Team, das bislang das Projekt Adventzauber und die Christkindl-Werkstatt in der Volkshalle des Rathauses betreute.

Die Christkindl-Werkstatt war eine Institution: Mehr als 52.000 Kinder haben dort alljährlich in den Adventwochen Geschenke gebastelt und mit Bäckermeistern Kekse gebacken. Das Großartige daran: Auch Kinder aus ärmeren Familien konnten hier um maximal 3,50 Euro Materialkosten schöne Sachen basteln.

Nun gibt es statt der Christkindl-Werkstatt ein Kaffeehaus der Bäckerei Felber, der die Stadt die Volkshalle kostenlos überlassen hat. Dafür stellt sie fertige Lebkuchen zur Verfügung, die die Kinder im Akkord mit ein bisschen Streusel verzieren dürfen. Effiziente Weihnachten!


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