Speibe-Smiley, Speibe-Smiley

Das Wiener Rabenhoftheater lud gemeinsam mit dem Falter zu einer Hass-Matinee. Sprechpuppen übernahmen die Rolle der Hassposter

Feuilleton | Besuch: Stefanie Panzenböck | aus FALTER 47/16 vom 23.11.2016

Die meiste Zeit verstecken sie sich hinter ihren Laptops und Smartphones, dieses Mal saßen sie mitten auf der Bühne im Wiener Rabenhoftheater: jene Menschen, die als Hassposter in Internetforen ihr Unwesen treiben. Die Puppenspieler Nicolas Habjan und Manuela Linshalm liehen ihnen ihre Stimmen, Marionetten gaben ihnen Körper, das Liedermacherduo Christoph &Lollo vervollständigte die Performance mit satirischen Songs. Habjan und Linshalm trugen die Schmähungen, die sich vor allem gegen Flüchtlinge richten, in Form von Zwiegesprächen vor.

Sie: Scheißgeburten. Speibe-Smiley, Speibe-Smiley, Speibe-Smiley. Gehen diese Aslyanten-Leute nicht freiwillig nach Hause, dann schicken wir sie in einem Sarg nach Hause. Diese Typen verstehen nur eine Antwort. Er: Abknallen!

Sie: Ein Inzuchtverein der besonderen Klasse. Diese Kreaturen werden sich nie mehr geistig weiterentwickeln. Die sind und bleiben ekelhaft abartig.

Er: Kein Hirn, aber auch keine Moral, kein Anstand, Benehmen oder irgendwas, was


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