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Die Glosse vom Falter

Falter & Meinung | aus FALTER 47/16 vom 23.11.2016

Linke Aktivisten wittern hinter jedem schräg gezimmerten Zaun ein Hakenkreuz. So musste sich der Jodelrocker Andreas Gabalier den Vorwurf gefallen lassen, er posiere auf einem Albumcover in einer Körperpose, die an das Symbol des Nationalsozialismus erinnert.

Nun kehrten einige Kryptofaschisten das Hakenkreuz um und richteten die Waffe gegen den grünen Präsidentschaftskandidaten Alexander Van der Bellen. Die FPÖ Kapfenberg postete ein Werbeplakat aus dem Wahlkampf, das Van der Bellen mit einem Hund in alpiner Umgebung zeigt. Dem stellten sie Bilder Adolf Hitlers in der Sommerfrische gegenüber - ebenfalls mit Hund und Berg.

Van der Bellen empörte sich über diese Geschmacklosigkeit, die ihn ins rechte Eck stellt. Zu Recht, denn auch Tierliebe und Vegetarismus machen aus Adi noch keinen Müsli. Andererseits kommen die grünen Werber der Ästhetik der 30er-Jahre schon gefährlich nahe. Eine korrekte Ikonografie für linke Heimattümelei muss erst noch entwickelt werden.


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