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IT-Kolumne

Medien | Anna Goldenberg | aus FALTER 47/16 vom 23.11.2016

Im Internet macht man sich über ein gedrucktes Buch lustig. Es wurde von Apple herausgegeben, Titel "Designed by Apple in California", und zeigt 450 Fotos der besten Produkte des Tech-Konzerns. Kostenpunkt: wohlfeile 200 Dollar. Böse Stimmen unken, das sei ein selbstverliebtes Projekt, und wenn der Betrieb so wenig innovativ weitermache, bliebe es bei einem einzigen Buch mit Höhepunkten. Jetzt seid mal nicht so streng ... Ich finde es eigentlich schön, dass Printprodukte offensichtlich doch eine Zukunft haben. Man denke an "Selfish", das 448 Seiten dicke Fotobuch voller Selfies des US-Reality-TV-Stars Kim Kardashian, das sich außergewöhnlich gut verkaufte.

Andere Fotobücher hätten auch Bestsellerpotenzial. Wann gibt Alexander Van der Bellen endlich "Marlboro Man" mit Fotos seiner ausgedrückten Tschickstummel heraus? Auch auf "Platz!", eine Sammlung von Wiens aufregendsten Parkplätzen von der MA28, warte ich sehnsüchtig. Und wer startet "Sprung in die Zukunft", ein Crowdsourcingprojekt, das die schönsten Muster auf zersprungenen Smartphone-Displays sammelt?


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