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Falter & Meinung | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 47/16 vom 23.11.2016

Von den vielen guten Seelen, die bei uns arbeiten, zählt Birgit Witt stock zu den besten. Für die Ausgegrenzten der Gesellschaft schlägt ihr großes Herz. Die Caritas zeichnete Wittstock jüngst für ihre Sozialreportagen mit dem Leopold-Ungar-Anerkennungspreis aus. Man erfuhr von ihrem Triumph nur durch Zufall, denn Wittstock hängt ihre Erfolge nie an die große Glocke. Gewinnen ist ihr irgendwie immer ein bisschen peinlich. Und manchmal scheint es, als wolle sie es selbst nicht wahrhaben, dass es im Land nur wenige gibt, die so einfühlsam und gleichzeitig so eindringlich über sozial Schwache schreiben wie sie.

Diesen Falter ummantelt das Heft "Hilfe, Geschenke!". Es ist Wittstocks journalistisches Baby. Monatelang schuftete sie daran neben der normalen redaktionellen Arbeit. Sie konzipierte, recherchierte, schrieb und bat Unternehmer darum, coole Weihnachtsgeschenke zu spenden. Diese können nun alle gewinnen, die fürs Integrationshaus spenden, das für die Betreuung von traumatisierten und behinderten Flüchtlingen dringend Geld benötigt.

Anfangs verhallte der Spendenaufruf noch und Wittstock befürchtete traurige Weihnachten. Sie blieb lästig. Irgendwann habe es "flupp" gemacht. Die Firmen meldeten sich und hatten nicht nur viele brillante Geschenke im Gepäck, sondern hatten auch ihre Unternehmerfreunde für die Aktion gewonnen, die ebenfalls reichlich gaben. "Das war wirklich cool", sagt Wittstock. Ergebnis: ein Drittel mehr Geschenke als je zuvor, die Sie bei der "Hilfe, Geschenke!"-Spendenaktion gewinnen können.


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