Katharinas Nachtwache Was in Wiens Partyszene passiert -Veranstaltungen im Überblick

Mittwochs mit dem Midnight Train ins Celeste

Lexikon | aus FALTER 47/16 vom 23.11.2016

Einmal im Jahr werden wir von unserer Freundin M. dazu verdonnert, Karaoke zu singen, denn ihren Geburtstag feiert sie ausschließlich in der Karaokebar Beer &Songs im achten Bezirk. Da wir sie sehr lieb haben, amüsieren wir uns dort trotz wiederkehrender Anfangsskepsis auch jedes Mal, allerdings ist das Repertoire aus gerne gesungenen Popklassikern von Journey bis Elton John mittlerweile ein bissl fad. Weil eigentlich jeder ab und zu gerne zu Lieblingsliedern in Mikrofone kräht, hatte das Celeste nun die geniale Idee, eine coole Karaokenacht ins Leben zu rufen. Unter dem Titel "No More Wonderwall" wird mittwochs via Youtube eine Playlist zusammengestellt, die neben Oasis auch andere elende Mitsing-Klassiker wie "Eternal Flame" von den Bangles und Bonnie Tylers "Total Eclipse of the Heart" ausschließt. "Ihr könnt gern vorschlagen, aber es wird zensiert", heißt es auf der Celeste-Seite -und wir haben wieder Hoffnung für die nächsten Geburtstage unserer lieben M.

VORSCHAU

DONNERSTAG (24.11.): Mit AC/Boy spielt im Werk ein Venezolanisch-Wienerischer Experimentalelektroniker, den man sich merken sollte, und im Fluc tanzt eine Delegation des Labels Minimalsoul zu feingeistigem Techno mit Ecken und Kanten.

FREITAG: Der Bristoler Techno-Gigant Regis erschüttert das Flex in den Grundfesten und die Herren Schwartz, Stahl und Stuwer malen im Werk mit ähnlicher Farbe: Schwarz. Der bassverliebte Dubstep-Purist J:Kenzo macht in der Fluc Wanne keine Gefangenen, der Schweizer Nemoy jongliert im Celeste mit verspielten House-Harmonien, Funk, gebrochenen Beats und einer Prise Jazz, Jeremy Underground arbeitet in der Grellen Forelle die Geschichte von House Music anhand geheimer Plattenschätzen auf und die Crew des Clubs Jukebox Joints bringt im Cafe Leopold Bass, Rap und experimentelle Electronica zusammen.

SAMSTAG: Der israelische Disco-Exot Autarkic schöpft bei Just im Celeste zwischen New Wave, Postpunk und krautiger Disco aus dem Vollen und Ascending Waves in der Grellen Forelle präsentiert mit Umwelt und Elisabeth zwei aufsteigende DJs aus den versteckten Zauberreichen von Electro, Acid und Underground-Techno. DJ Bangkok und Acoid von der Berliner Live-from-Earth-Posse kreuzen in der Fluc Wanne Hip-Hop mit Miami Bass und Juke, und das feine Loft lässt mit Live-Techno(-Punk) von Buenoventura und Gudrun von Laxenburg die Korken zu seinem siebten Geburtstag knallen. seidler@falter.at


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige