7 Sachen, die Sie über den STOCKAUTOBUS nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 47/16 vom 23.11.2016

Die Doppeldecker-Ungetüme, die Touristen durch die Innenstadt kutschieren?

Nein. Gemeint ist der Großvater dieser Riesen: der gute alte Stockautobus, der einst auf öffentlichen Linien in Wien eingesetzt wurde.

Es gab auch in Wien Doppeldecker?

Klar. Und hier nannte man sie Stockautobusse.

Ab wann waren die im Einsatz?

Die ersten waren bereits 1913 anlässlich der Adriaausstellung zwischen Stephansplatz und Prater im Probebetrieb unterwegs. Allerdings wurden die Stockautobusse damals nicht in den Dauerbetrieb übernommen.

Und wann fuhren sie dann im Linienbetrieb?

Ab dem Frühjahr 1960 beispielsweise auf der Linie 4 zwischen Westbahnhof und Praterstern, und ab 1961 anstelle der aufgelassenen Straßenbahnlinie 13, die die Alser Straße und den Südbahnhof verband.

Das heißt, durch die Neubaugasse fuhr einmal ein Stockautobus?

Genau. Die Millennials mag das verwundern, denn die haben die Stockis freilich nicht mehr bewusst mitbekommen: Sie wurden nämlich 1990 durch stinknormale Linienbusse ersetzt.

Warum eigentlich?

Das hatte wohl vor allem praktische Gründe, wie Barrierefreiheit.

Wo kann man so ein Trumm einmal besichtigen?

Entweder man besucht das Verkehrsmuseum Remise, oder man schaut kommenden Mittwoch ab elf Uhr in der Neubaugasse vorbei. Wer früh genug dran ist, kann auch noch eine kurze nostalgische Runde damit drehen.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige