Nüchtern betrachtet

Blödbekappter Fahrgast vertrumpt Kulturjourno

Feuilleton | aus FALTER 47/16 vom 23.11.2016

Anfang der Nullerjahre übte der damals noch anderweitig beschäftigte designierte Direktor des Filmmuseums zarte Kritik daran, dass sich diese Kolumne übertrieben häufig mit Begebenheiten in schienengebundenen Verkehrsmitteln befasse. Es ist sehr wichtig, dass es Kollegen gibt, die einem so etwas sagen. Im Laufe unseres Lebens erwerben wir ja fragwürdige Gewohnheiten, Sozialmanierismen und Altersschrullen oder vernachlässigen die Körperpflege. Da ist es gut, jemanden zu haben, der einem dann was sagt. Mut vor dem Freund zählt überhaupt zu den schätzenswertesten Tugenden, die es gibt, und die oder der dermaßen Ermahnte tut gut daran, ihre respektive seine Dankbarkeit zu zeigen -etwa durch das Verfassen eines Erdäpfelgulaschs. In meinem Falle war es sehr leicht, den Rat anzunehmen, zumal der Loebenstein über eine tadellose Kinderstube verfügt, quasi: Stecktuch auch im Herzen. Weil ich mich mit Eisenbahnerlebnissen seitdem einigermaßen zurückgehalten habe, denke ich, dass es


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