Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Blaufränkisch Reserve 2013 von Ceel

Drei Burschen aus Rust machen Weine mit Anspruch an die Welt

Stadtleben | BT | aus FALTER 47/16 vom 23.11.2016

Drei junge Männer (Jahrgang 1989, 1987 und 1984), drei Mal Weinbegeisterung, drei Mal solide gastronomische und önologische Ausbildung, ein Familienweingut in Rust, Wein&Co als Schnittstelle: Die Geschichte, die der Burgenländer Markus Fischl und die Steirer Martin Kern und Franz Raith zu erzählen haben, ist eine spannende.

Es begann als launige Idee, geboren am Abend nach Arbeitsschluss bei Wein&Co, wo Fischl und Raith zwischendurch beide arbeiteten und sich kennenlernten. Machen wir doch selber richtig gute Weine, die international funktionieren! Fischl steuerte das Familienweingut bei, bestehend aus 500 Hektar in besten Ruster Lagen mit verschiedensten Böden und Mikroklimata. Gearbeitet wird penibel und intensiv, ausgebaut klassisch im Holzfass.

So entstehen Weine wie etwa der opulente Blaufränkisch Reserve 2013. Mitte September gelesen, auf den Lagen Bandkräften und Mitterkräften auf lehmhaltigen Sandböden auf mit Kalk durchsetztem Urgestein gewachsen, zuerst im Stahltank, dann in 500-Liter-Eichenfassern gelagert und zwei Jahre später abgefüllt. Intensiv und

weinwürzig im Duft, schmeckt er kräftig, aber vollmundig rund nach reifen Schwarzkirschen, Brombeere und einem Hauch von Lakritze. Die drei Burschen verkaufen am liebsten ab Hof und führen gerne durchs Gut und den Keller. Ein Grund mehr, wieder einmal nach Rust zu fahren.

Rezensierte Getränke wurden der Redaktion fallweise umsonst zur Verfügung gestellt


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