Das machen wir selber!

Statt teurer Nachhilfe: Immer mehr Schüler lassen sich lieber von anderen Schülern helfen

Stadtleben | Schulbesuch: Gerlinde Pölsler | aus FALTER 47/16 vom 23.11.2016

Zur Schularbeit kommt zum Beispiel eine Gruselgeschichte. Zuerst fällt Jan gar nichts ein. Dann fällt ihm eine ganze Menge ein, und er schreibt viel zu viele Wörter, und damit steigt die Zahl der Rechtschreibfehler. Auf die Art hat Jan voriges Jahr einen Fünfer kassiert.

Doch nun ist Jan, 12, schon das zweite Jahr mit Julia, 15, ein Team. Einmal in der Woche gibt sie ihm Nachhilfe, vor Schularbeiten auch öfter. Was ihm am Lernen mit ihr taugt: "Dass man da fragen kann. Wenn ich einem Erwachsenen eine ganz leichte Frage stelle, dann denkt der vielleicht: 'Ist der dumm?' Bei der Julia", grinst er, "habe ich keine Hemmungen." Jetzt steht Jan auf einem Dreier.

Julia und Jan besuchen das Bischöfliche Gymnasium in Graz, das schon seit etlichen Jahren auf die sogenannte Peer-to-Peer-Nachhilfe setzt. Genau so, wie das immer mehr Schulen und Jugendliche in ganz Österreich tun. Katalysator ist talentify.me, ein Non-Profit-Projekt des Sozialunternehmens talentify GmbH. Das Netzwerk zählt derzeit


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