Der Feind in meinem Strafraum

Leipzig, die Stadt Johann Sebastian Bachs und ehemals Sportzentrum der DDR, ist dank des österreichischen Trainers Ralph Hasenhütt l Tabellenführer der Fußball-Bundesliga. Den großen deutschen Platzhirschen gefällt das nicht


Porträt: Johann Skocek
Stadtleben | aus FALTER 48/16 vom 30.11.2016

Das RasenBallsport-Haus steht am Rande des Auwalds, auf der anderen Seite die leere Betonfläche des kleinen Leipziger Marktes. Durch die großen Glasflächen sieht man Menschen in der Cafeteria plaudern und auf Computerscreens schauen. Viele tragen Trainingsanzüge mit dem Emblem der tanzenden Stiere. Über dem Auwald hängt ein grauer Spätherbsttag, das nächste Spiel in der deutschen Bundesliga, das wieder klar gewonnen werden wird, ist vier Tage entfernt.

Von den Bürofenstern im ersten Stock sieht man über dem Auwald das Stadiondach der Red Bull Arena. Der Verein bettete sich in einen mit Geschichte gesättigten Boden. Das alte Zentralstadion war Kulturboden, Sehnsuchtsort und das größte Stadion der DDR. Ein exzellentes Manöver, mit dem sich Red Bull den Anspruch auf Heimat, Hoffnung, Gemeinschaft erkauft hat.

Seit dem Sommer 2016 arbeitet Ralph Hasenhüttl hier, zurzeit liegt seine Mannschaft drei Punkte vor dem Serienmeister FC Bayern. Hasenhüttl ist ein großer Mann, er war

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