"Wir haben den Nachbarn Ungarn alleingelassen"

Der Bund habe versagt, die Stadt Wien habe das Chaos verhindert. Der Wiener Flüchtlingskoordinator Peter Hacker, einer der mächtigsten Beamten der Stadt, attackiert die Asylverwaltung von Innen- und Integrationsminister

Politik | Gespräch: Florian Klenk | aus FALTER 48/16 vom 30.11.2016

Die Asyldebatte nimmt kein Ende. Der Innenminister will die Obergrenze im Verfassungsrang. Die Wiener Genossen befetzen sich mittlerweile öffentlich, und in der Mindestsicherungsdebatte findet die Regierung keinen Konsens. Zeit für ein Gespräch mit dem Wiener Flüchtlingskoordinator Peter Hacker. Der Chef des Fonds Soziales Wien ist einer der mächtigsten Beamten der Stadt. Immer wieder wird der ehemalige Sekretär Helmut Zilks auch für politische Jobs genannt. Zuletzt hieß es, Hacker könnte Sozialstadträtin Sonja Wehsely nachfolgen. Meriten hätte sich der ehemalige Drogenkoordinator genug erworben. Er koordinierte die Unterbringung von Flüchtlingen in Wien - und das durchaus beachtenswert.

Falter: Herr Hacker, der Innenminister will die Obergrenze für Flüchtlinge in der Verfassung verankern, die Regierung spricht von Notstand. Wo genau herrscht Ihrer Meinung nach - ein Jahr nach der Asylkrise - in Wien noch Notstand?

Peter Hacker: In Wien herrschte nie Notstand. Wir haben schwierige


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