Mein Opa, der Mörder

SS-Mann und Schriftsteller George Ebrecht befahl die Ermordung tausender Menschen. Sein Enkel Timo Krstin machte aus der Biografie Ebrechts eine Performance


Bericht: Martin Pesl
Feuilleton | aus FALTER 48/16 vom 30.11.2016

Dein Großvater war ranghoher Nazi und überzeugter Rassist." Für die meisten ist das eine verstörende Information. Ist man jedoch wie Timo Krstin Teil eines Performance-Kollektivs, das sich bevorzugt mit historischen Themen im Spiegel der Gegenwart auseinandersetzt, kann einem die familiäre Belastung sogar gelegen kommen.

Mit der performativen Recherche zur Nazivergangenheit der eigenen Familie erfüllt sich der 1980 geborene Krstin einen länger gehegten Wunsch. Zusammen mit Lukas Sander und Liliane Koch bildet er die in Zürich angesiedelte freie Gruppe K.U.R.S.K. Neben "Performances im öffentlichen Raum, gespielten Gedichten und nächtelangen Ekstasen", wie es in der Selbstbeschreibung heißt, machen K.U.R.S.K. auch dokumentarische Stückentwicklungen. Im Rahmen des alle zwei Jahre ausgetragenen Festivals Freischwimmer touren sie mit ihrem neuen Stück "Leopardenmorde" durch den deutschsprachigen Raum.

Es ist ein Versuch, die Biografie und Ideologie des besagten Großvaters George

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige