Kunst Vernissagen

Verführerische Blütenkelche, karge Wüsteneien

Lexikon | NS | aus FALTER 48/16 vom 30.11.2016

Die Blumenbilder ihres Frühwerks machten sie weltberühmt: Die US-Malerin Georgia O'Keeffe (1887-1986) schuf ab den 1920er-Jahren großformatige Blütengemälde, bevor sie 1933 die Wüstenlandschaft von New Mexico als neue Inspirationsquelle entdeckte. Das Kunstforum hat nun gemeinsam mit der Londoner Tate Modern und der Art Gallery of Ontario eine große Retrospektive der Künstlerin produziert. Lange wurde O'Keeffe klischeehaft als "Vulva-Malerin" abgestempelt, die Schau beweist die Vielseitigkeit der Farmerstochter, die ihr Debüt 1915 mit Kohlezeichnungen gab und bis ins hohe Alter auf der "Ghost Ranch" bei Santa Fe die karge Landschaft malte. Zu sehen ist auch O'Keeffes Gemälde "Jimson Weed/White Flower I", das 2014 mit 44,4 Millionen Dollar als teuerstes Werk einer Künstlerin aller Zeiten versteigert wurde.

Kunstforum, Di 19.00 (bis 26.3.)


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