Buch der Stunde

Plötzliches Ende einer halbwegs glücklichen Ehe

Feuilleton | Karin Janker | aus FALTER 48/16 vom 30.11.2016

Lauren Groff erzählt von Lancelot, genannt Lotto, seiner Frau Mathilde und ihrer Ehe, die 24 Jahre lang halbwegs glücklich verläuft. Liebe auf den ersten Blick, aufregender Sex und Milchkaffee, den er ihr jeden Morgen ans Bett bringt. Klingt trivial - und doch ist "Licht und Zorn" ein subtil subversiver Roman, der von existenzieller Einsamkeit und den Abgründen in dem Menschen erzählt, den wir am besten zu kennen glauben.

Er hat zwei Teile -"Licht" handelt von Lotto, "Zorn" von Mathilde - und spielt mit ihrem Blick auf das gemeinsame Leben wie mit den Erwartungen der Leser.

Lotto ist reich, begabt, ein "Goldjunge", von seiner Mutter so sehr geliebt, dass sie ihn nie loslässt. Als Schauspieler scheitert der geborene Geschichtenerzähler zwar - aber nur, um als Dramatiker Erfolge zu feiern. Lotto hatte zig Frauen und könnte noch mehr haben, aber er entscheidet sich für die schöne, kühle und geheimnisvolle Mathilde. Sie ist für ihn "eine Heilige", der reinste Mensch, der ihm je begegnet


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige