Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Herausgebers

Die mühsame einfache Wahl. Wir nehmen den Österreicher


Von Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 48/16 vom 30.11.2016

Die Witze klingen flau in diesen Tagen, die Satire beißt nicht, der Zwang zu Journo-Scheinneutralität nervt, die pflichtgemäße Parteilichkeit geht allen auf die Nerven, Nervosität grassiert. Kaum jemand trifft den Ton, und das politische Personal wird dem Anlass auf keiner Ebene gerecht.

Merkwürdig, wie Alexander Van der Bellens einst geradezu hymnisch begrüßtes Zögern und Nachdenken sich in ein stilistisches Hemmnis gewandelt hat; man möchte jetzt lieber einen, der auf den Tisch haut. Norbert Hofer hat sein Gesicht zur Gutmenschenmaske verzogen, seine eintrainierten Gemeinheiten passen perfekt dazu. Dass einer so fies sanft tun kann!

Es geht bei dieser Wahl nicht um die Kandidaten, es geht um mehr. Das kann man bei demokratischen Wahlen fast immer sagen. Wir wählen nicht einen Grünen oder Blauen für ein Amt, wir wählen für oder gegen Europa, für oder gegen den Aufstieg der Rechten undsoweiter. Das soll eine Persönlichkeitswahl sein?

Es ist eine entscheidende Wahl, aber irgendwie

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