Rettung für "Die Stadt ohne Juden"

Ein Film Preservation Center soll in Zukunft die Restaurierung und Erhaltung analoger Filme sicherstellen


Bericht: Stefanie Panzenböck
Feuilleton | aus FALTER 48/16 vom 30.11.2016

Vor einem Jahr machte das Filmarchiv Austria auf einem Flohmarkt in Paris einen großartigen Fund. Verloren geglaubte Szenen des österreichischen Films "Die Stadt ohne Juden" aus dem Jahr 1924 wurden wiederentdeckt und nach Wien gebracht.

Im Frühjahr 2016 war allerdings das letzte Kopier-und Bearbeitungswerk Österreichs für analogen Film, die Firma Synchro-Film, schon insolvent. Im Zeitalter der Digitalisierung lässt sich ein solches Unternehmen privatwirtschaftlich kaum mehr führen. Die Restaurierung im Ausland überstieg die finanziellen Möglichkeiten des Filmarchivs. Man entschied sich für eine Crowdfunding-Aktion, zusätzlich wird der Bund ein Drittel der Kosten übernehmen, sagte Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) zu.

In der Restaurierung und Erhaltung des analogen Filmerbes besteht in Österreich Verbesserungsbedarf. Darin sind sich sowohl die dafür verantwortlichen Häuser Filmarchiv und Filmmuseum einig - die seit Jahren mehr Budget für ihre Arbeit fordern - als auch das

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