Zur Wahl steht auch der Wahlkampfstil

Untergriffe, Nebelgranaten, intime Einblicke in die Familie: Dieser Präsidentschaftswahlkampf wird die Politik prägen

Falter & Meinung | Kommentar: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 48/16 vom 30.11.2016

Als Donald Trump die US-Präsidentschaftswahl gewonnen hatte, stellte ihm das Wall Street Journal die Frage, ob er im Wahlkampf zu weit gegangen sei. Trump antwortete kurz, aber vielsagend: "Nein. Ich habe gewonnen."

Er hatte im Wahlkampf nicht nur ganze Bevölkerungsgruppen beleidigt, von den Latinos bis hin zu den Frauen. Die Faktencheck-Plattform Politifact überprüfte den Wahrheitsgehalt von Trumps Aussagen. Nur vier Prozent davon waren komplett richtig. Jede zweite Aussage Trumps war komplett falsch und mitunter eine dreiste Lüge. Zu den dreisten Lügen zählten Sätze wie "Natürlich findet am Wahltag im großen Maße eine Wahlfälschung statt" oder "Die Kriminalität in der Innenstadt erreicht Rekordwerte".

Kommt Ihnen bekannt vor? Ja, so etwas hörte man auch im österreichischen Präsidentschaftswahlkampf. "Bei den Wahlkarten wird immer ein bisserl eigenartig ausgezählt", erklärte FPÖ-Kandidat Norbert Hofer am Wahlabend. Und später: "Van der Bellen wurde nicht gewählt, sondern


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