"Hässliche Betonklötze": das schwierige Erbe des Brutalismus


Matthias Dusini
Landleben | aus FALTER 49/16 vom 07.12.2016

Die Datenbank #SOSBrutalism verzeichnet auf ihrer Landkarte zwei Bauten von Gerhard Garstenauer: das Kongresshaus (1974) und die Felsentherme (1968) in Bad Gastein. Das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt am Main und die Wüstenrot Stiftung richteten diese Website ein, um auf die von Verfall und Zerstörung bedrohten Monumente des Brutalismus aufmerksam zu machen.

Der Begriff des Brutalismus geht auf die französische Formulierung béton brut ("roher Beton") zurück und bezeichnet eine Strömung der Nachkriegsmoderne. Wenn der Funktionalismus eines Mies van der Rohe eine Bewegung mit religiösen Zügen war, dann war der Brutalismus deren Reformation. Die Brutalisten nahmen die Dogmen der Avantgarde, Materialgerechtigkeit und Aufrichtigkeit, ernst.

Das britische Architektenpaar Alison und Peter Smithson stellte Anfang der 60er-Jahre den eleganten Pavillons von Mies & Co unverputzte Oberflächen und freiliegende Installationen entgegen. Die neuen Techniken der Bauindustrie nutzend, entstanden

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