Kaiserin und Bettelfrau

Die ehemalige kaufmännische Geschäftsführerin Silvia Stantejsky war die gute Seele des Burgtheaters. Doch nun steht ihr ein Strafprozess bevor. Eine Begegnung mit einer Frau, die alles schaffen wollte


Porträt: Stefanie Panzenböck
Feuilleton | aus FALTER 49/16 vom 07.12.2016

Silvia Stantejsky sieht aus, als ginge es ihr gut. Sie sitzt in eine rote Jacke gehüllt im Büro ihrer Anwältinnen, lächelt, plaudert. Nach drei Jahren ist ihr Haar grauer, aber die Erschöpfung aus ihrem Gesicht verschwunden. Am langen Besprechungstisch haben auch die Rechtsvertreterinnen Isabell Lichtenstrasser und Alice Epler Platz genommen. Die Eröffnung des Strafverfahrens steht kurz bevor.

Die ehemalige kaufmännische Geschäftsführerin des Wiener Burgtheaters ist heute 62 Jahre alt. Mehr als die Hälfte ihres Lebens verbrachte sie in ihrem Büro am größten Theater des Landes. Im November 2013 wurde sie fristlos entlassen, nun ist sie in Pension. Gegen Stantejsky wird unter anderem wegen Veruntreuung, Abgabenhinterziehung und grob fahrlässiger Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen ermittelt. Diese Delikte soll sie in ihrer Zeit als Prokuristin und später als kaufmännische Direktorin des Burgtheaters begangen haben. Vor einem Jahr gestand Stantejsky die Veruntreuung vor

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