Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Verschätzt

Was Sie nie über Sex wissen wollten: Heidi List antwortet, bevor Sie fragen


Heidi List
Kolumnen | aus FALTER 49/16 vom 07.12.2016

Man fand heraus, dass Heteromänner ziemlich schlecht darin sind, ihre sexuelle Anziehungskraft auf Frauen richtig einzuschätzen. Das erklärt das Erstaunen von Männern, die eine Frau an der Bar minutenlang anstieren, bis sie irgendwann gesagt bekommen, das zu unterlassen.

In den Köpfen der Starrer liefen bereits die schönsten Turnszenen am Laken, während die Frau sich überlegt hat, ob sie vielleicht einen Fleck am Pulli hat, weil der Typ gar so arg glotzt. Doch das Pech geht noch weiter. Hat es ein Heteromann irgendwann geschafft, ein Weibchen als Partnerin für ein gemeinsames Leben zu gewinnen, beginnen sie prompt, das sexuelle Interesse der Frau an ihnen zu unterschätzen.

Schiebt sich die Dame also räkelnd zwischen den Mann und die abendliche Glotze, wirft er ihr vielleicht eine Decke über, weil der Armen ja kalt sein muss, um sich wieder dem Abendkrimi zu widmen. Heterofrauen sind auch nicht viel besser.

Allerdings irren sie sich zu ihren Gunsten. So neigen sie dazu, den Penis ihres Partners als länger zu schätzen, als er eigentlich ist. Abwesendes wird ja schnell überhöht.


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