Die Selbstgerechtigkeit der Opfer, die keine sein wollen

Eine US-Soziologin erkundet Louisiana und erzählt vom Stolz derjenigen, die von manchen als White Trash verachtet werden

Rezension: Till Hilmar | Politik | aus FALTER 49/16 vom 07.12.2016

Die Soziologin Arlie Hochschild hat in den letzten Jahren einige neue Freunde gewonnen. Das sind allesamt vielschichtige Menschen, die einiges durchlitten haben. Darunter ist Mike, dessen Haus von einem riesigen Erdloch verschluckt wurde, das sich nach einer fehlerhaften Ölbohrung in die Landschaft gefressen hat.

Oder die vor ihrem gewalttätigen Stiefvater geflohene Jackie, die sich seither immer aufgeopfert hat und nun stolz ist, die "Rippe" ihres Ehemannes zu sein. Darunter ist auch Bill, der mit 63 Jahren und nach Rückschlägen heute wieder so viel verdient wie 40 Jahre zuvor, als er noch Ferialjobber im College war.

Sie alle leben im US-Bundesstaat Louisiana, einem Staat mit einer miserablen Gesundheitslage und einer katastrophalen Umweltsituation.

Aber diese neuen Freunde sind stolz darauf, keine "poor me" zu sein; sie verachten das Jammern. Sie haben ein großes Herz, achten ihre Gemeinschaft wie ihren Gott und halten ehrliche Arbeit hoch. Sie sind der Meinung, dass jeder auch das

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