Die unberechenbare Kraft des Pessimismus

Warum Norbert Hofer diesmal seine Wähler nicht mehr so sehr zur Urne brachte, wie viele geglaubt hatten

Gastkommentar: Christoph Hofinger | Politik | aus FALTER 49/16 vom 07.12.2016

Wie schon im Mai war die wichtigste Unterscheidung zwischen Hofer- und Van-der-Bellen-Wählern die Frage, ob jemand zuversichtlich oder mit Pessimismus in die Zukunft blickt. Knapp die Hälfte der Österreicher glaubt laut Sora/Isa-Wahltagsbefragung für den ORF, dass sich die Lebensqualität in den kommenden fünf Jahren hierzulande nicht verändern wird. Bei diesen "Neutralen" übertrifft Van der Bellen sein Wahlergebnis mit 60 Prozent um etwa sieben Prozentpunkte.

Krass sind jedoch die Unterschiede zwischen jenen, die es bergauf, und jenen, die es bergab gehen sehen. Auf der einen Seite glauben 17 Prozent der Österreicher, dass die Lebensqualität hierzulande in den kommenden fünf Jahren steigen wird. Diese Menschen haben zu 73 Prozent Van der Bellen gewählt und nur zu 27 Prozent Hofer - ein Vorsprung von enormen 46 Prozentpunkten für den designierten Präsidenten. Bei den Menschen, die eine Verschlechterung der Lebensqualität erwarten, ist dagegen Norbert Hofer um ebenfalls beeindruckende

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