Italien: Der nächste Akutfall der EU

Der proeuropäische Hoffnungsträger Matt eo Renzi wurde abgestraft - vor allem auch von jungen Wählern. Warum?

Kommentar: Franz Kössler | Falter & Meinung | aus FALTER 49/16 vom 07.12.2016

Jetzt sind alle um Schadensbegrenzung bemüht: Italien soll die ohnehin schon unter Druck stehende EU nicht zusätzlich erschüttern. Aber es ist nicht zu leugnen, dass eine der am stärksten proeuropäischen Regierungen eine krachende Niederlage erlitten hat. Nach Brexit und Trump ist das ein weiterer Puzzle-Stein im Bedrohungsszenario für Euro und EU. Die heterogene Front der Gegner hat die Verfassungsreform mit 20 Prozentpunkten Vorsprung versenkt, fast 60 Prozent Neingegen 40 Prozent Ja-Stimmen.

Es ging längst nicht mehr um die Verfassung, sondern um Matteo Renzi selbst. Auch noch mit seinem Rücktritt inszeniert er sich als Italiens effizientester Regierungschef. Die Wahlurnen schließen Sonntag um 23 Uhr, eine halbe Stunde später zeigen die Exit-Polls, dass das Verfassungsreferendum gescheitert ist. Schon um Mitternacht twittert der Premier: "Danke an alle, trotzdem. In ein paar Minuten live. Viva l'Italia!" Und darunter: "bin gleich da, bin gleich da" - neben einem Smiley. Kurz

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