Buch der Stunde

Die spektakuläre Geschichte einer Wiener Jüdin

Juliane Fischer | Feuilleton | aus FALTER 49/16 vom 07.12.2016

Vor 101 Jahren, am 24. Oktober 1915, wird Gerta Stern in das Zentrum der sterbenden K.-u.-k.-Monarchie hineingeboren. Sie reüssiert bereits als Kinderstar, dann kokettiert sie mit der Kabarettszene und verinnerlicht das Wienerlied, das ihr ein ganzes, ereignisreiches Leben lang eine seelische Stütze sein wird.

Die Emigration aus der Heimat scheint für die junge jüdische Frau und ihren frisch angetrauten Ehemann Munio, Profikicker beim SC Hakoah, bald unausweichlich. Der wachsende Antisemitismus lässt dem jungen Paar keine Wahl. Aber alles kommt schlechter und anders als gedacht.

Das Visum aus Südafrika lässt auf sich warten und die Novemberpogrome von 1938, die sie in Hamburg erleben, zerstören ihre letzten Hoffnungen. Dann reißt die SA Munio aus dem Bett, bringt ihn ins KZ Sachsenhausen. Gerta muss alles auf eine Karte setzen. Mit Menschenkenntnis, Chuzpe, schauspielerischem Talent und ungeheurem Mut stapft sie ins Gestapo-Hauptquartier. Tatsächlich gelingt es ihr, Munio zu befreien.

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