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IT-Kolumne


Anna Goldenberg
Medien | aus FALTER 49/16 vom 07.12.2016

Zugegeben -der Aufruf, der schon seit Wochen auf Facebook und Instagram kursiert, klingt toll: Wer beim "Secret Sister Gift Exchange" mitmacht, kann bis zu 36 Weihnachtsgeschenke erhalten. Dazu muss man nur ein kleines Geschenk an die Person, die an erster Stelle auf der Liste steht, senden; diesen Namen dann streichen und den eigenen an letzter Stelle hinzufügen, und die Anleitung an sechs weitere Personen weiterleiten.

So schön es vor allem für Einzelkinder scheint, auf einmal großzügige geheime Schwestern zu haben (geheime Brüder wären allerdings auch nicht schlecht, bitte, danke), sollte man sich nichtsdestotrotz von diesem Aufruf fernhalten. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Pyramidenspiel, bei dem die Früheinsteiger auf Kosten der Späteinsteiger profitieren. Wer keine neuen Geldgeber mehr findet, verliert. Das Initiieren und Verbreiten der Inhalte ist in Österreich verboten; der Strafrahmen beträgt bis zu sechs Monate Haft. Ob man das dann gemeinsam mit den geheimen Schwestern absitzt? Lieber nicht ausprobieren.


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