7 Sachen, die Sie über Wiens Straßennamen eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 49/16 vom 07.12.2016

Ab nächster Woche bekommen 14 Straßenschilder in Wien ziemlich große Zusatztafeln. Wozu?

Weil sie nach Menschen benannt sind, deren Rolle in der Geschichte nicht so glänzend war, wie man lange Zeit dachte.

Wie zum Beispiel?

Ferdinand Porsche. Nach ihm ist eine Straße im 23. Bezirk benannt.

Der hat doch tolle Autos gemacht?

Ja, er ist der "Vater des Volkswagens" und des Porsche. Aber er war auch Mitglied bei der Nazi-Partei NSDAP und der SS und in seinen Fabriken mussten im Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeiter schuften.

Warum benennt man die Straße nicht gleich um, so wie man das beim, beim ... wie hieß der noch mal?

Beim Dr.-Karl-Lueger-Ring machte, der jetzt Universitätsring heißt? Weil Geschichte eben nicht schwarz und weiß ist und man das beim Erinnern an solche Persönlichkeiten auch zeigen soll.

Um wen geht es noch?

Zum Beispiel um Albert Wiesinger, Franz Stelzhamer, Konrad Eberle, Adam Müller-Guttenbrunn, Josef Schlesinger, Robert Lach, Franz Spunda, Josef von Manowarda, Maria Grengg und Hans Pfitzner.

Okay, und wo überall kommen diese 14 Zusatztafeln hin?

Sie werden in den Bezirken 1,3,10,14,21 und 23 angebracht.

Und wenn ich mehr wissen will?

Besuchen Sie das "Lexikon der Straßennamen" auf wien.gv.at.


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