Kabarett Kritik

Hopf tröstet Seelen: Die Angst hat einen Namen

Peter Blau | Lexikon | aus FALTER 49/16 vom 07.12.2016

Der Pepi hat einen Karl. Jeder hat einen - im Kopf. So nennt Hopf nämlich diesen zumeist beratungsresistenten Hebelumleger in der zerebralen Angstschaltstelle. Mit dem für ihn typischen sympathisch selbstironischen, schelmisch-schlauen Schmäh beleuchtet er in seinem Stand-up-Kabarett-Solo "Der Seelentröster" aus zahllosen amüsanten Perspektiven die Mechanik dieses einst auf Säbelzahntiger geeichten und vom Struwwelpeter oder dem strengen Wäschetester aus dem Werbefernsehen der 1970er geprägten Furchteinflößers, der gegenwärtig vor allem wegen seines Hangs zu unreflektierten Reflexen und irrationalen Kurzschlüssen dringend eines Updates bedarf. Fazit: Volltreffer, höchst vergnüglich.

Theater am Alsergrund, Sa 19.30; Gruam, Mo 19.30; Kabarett Niedermair, Di 19.30


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