Kommentar Arbeitswelt

Burn-out und Fuck-up Nights: Wer scheitert, muss sexy bleiben


Stefanie Panzenböck
Falter & Meinung | aus FALTER 49/16 vom 07.12.2016

Die einen leiden still, bis sie plötzlich vom Arbeitsplatz verschwunden sind, die anderen stehen im Mittelpunkt und überstrahlen alle mit ihrer Schaffenskraft, bis auch ihr Büro plötzlich leer ist. Gemeinsam ist ihnen, dass sie der Last des Arbeitsdrucks nicht mehr standhalten, ein Phänomen, das zwar gesellschaftlich als Problem anerkannt wird, aber mittlerweile seinen Neuigkeitswert eingebüßt hat. Burn-out, eh klar. Und, sonst?

Silvia Stantejsky, die ehemalige kaufmännische Geschäftsführerin des Burgtheaters gehört zur Gruppe jener, die immer alles geschafft haben. Nach ihrer fristlosen Entlassung drohte einer der wichtigsten Kulturtanker Europas zu implodieren. Davor hatte sie nur eins im Sinn: alles für das Theater zu tun, sieben Tage die Woche verfügund greifbar zu sein, sich hundertprozentig mit ihrer Tätigkeit zu identifizieren, unentbehrlich zu sein, ergo anerkannt zu werden.

Nichts davon entschuldigt die Straftat der Veruntreuung, die Stantejsky in der Zeit, da sie schon

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