In 16 Filmen um die Welt: Ruth Beckermann zwischen Arena und Amerika

Feuilleton | aus FALTER 49/16 vom 07.12.2016

"Ich kam von weit her und schaute durch die Kamera", hebt Ruth Beckermanns Off-Kommentar an. In "Die papierene Brücke", ihrem ersten eigenen Film, begab sich die Regisseurin Mitte der 1980er-Jahre auf die Suche nach ihren familiären Wurzeln und den letzten Spuren der jüdischen Kultur im ehemaligen Galizien.

Insgesamt 16 Filme hat Beckermann in den letzten 40 Jahren realisiert. Die ersten, wie "Arena besetzt" (1977), im Kollektiv, alle weiteren als Autorin, die neben Regie und Buch auch bald als Produzentin verantwortlich zeichnete: darunter "Jenseits des Krieges", für den sie 1996 Besucher der sogenannten Wehrmachtsausstellung interviewte, der Wien-Film "homemad(e)" über die Marc-Aurel-Straße im politischen Wendejahr 2000, die groß angelegte Bestandsaufnahme "American Passages" (2011) oder der kaleidoskopische Episodenfilm "Those Who Go Those Who Stay"(2013), der freiwillige und unfreiwillige Migrationsbewegungen im 20. und 21. Jahrhundert zum Thema hat.

Parallel zum Start ihres aktuellen Werks "Die Geträumten" ist im Österreichischen Filmmuseum Beckermanns Gesamtwerk zu besichtigen. Dazu finden die Präsentation eines Buchs über die Filmemacherin sowie Gespräche u.a. mit Kameramann Johannes Hammel, Schnittmeister Dieter Pichler und Koregisseur Josef Aichholzer statt.

Retrospektive: 12.12.-5.1. im Filmmuseum in Anwesenheit von Ruth Beckermann u. Gästen


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