Kolumne Außenpolitik

China, Donald Trump und die weltpolitischen Turbulenzen


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 49/16 vom 07.12.2016

Chinas starker Mann Xi Jinping spricht nicht oft darüber, dass die Kommunistische Partei gestürzt werden könnte. Bei einem Treffen mit Vertretern der taiwanesischen Kuomintang, die einst im Bürgerkrieg gegen Mao Zedong unterlegen ist, warnte der chinesische Präsident jedoch, sollte Peking je die Unabhängigkeit Taiwans akzeptieren, würde das Volk die eigene Regierung davonjagen, so heilig sei den Bürgern die Einheit des Landes.

In der Realität ist der Inselstaat völlig selbständig. Taiwan wird militärisch von den USA beschützt. Seit dem Tod des Diktators Tschiang Kai Schek hat sich ein lebendiges Mehrparteiensystem entwickelt. Die wirtschaftlichen Beziehungen zum Festland florieren. Aber würde die Inselrepublik ihren Namen von Republik China auf Republik Taiwan umändern, wie ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung das wünscht, wäre das für Peking der Casus Belli.

Die Volksrepublik behält sich das Recht vor, militärisch vorzugehen. Dass Peking und Taipeh von einem einzigen

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