Paris: Das Hightech-Schlafkaff

Südwestlich von Paris, in Issyles-Moulineaux, haben IT-Konzerne ihren Mitarbeitern eine Smart City gebaut, die zwar alle Stücke spielt, aber doch nur Schlafstadt ist


Birgit Wittstock
Stadtleben | aus FALTER 49/16 vom 07.12.2016

Um mit dem Auto vom Pariser Stadtzentrum nach Issy-les-Moulineaux, knappe sieben Kilometer südwestlich der Stadt, zu gelangen, muss man unter La Défense, Europas größter Bürostadt, hindurch. Die gigantischen Glas-Beton-Monolithen, die, ähnlich wie die Wiener Donau-City, auf untertunnelten Steinplatten stehen, waren einstmals state of the art. Später als Bollwerk der Technokratie verspottet, scheinen heute manche Türme wie aus der Zeit gefallen - teuer und nicht mehr zeitgemäß, ziehen seit der Finanzkrise 2008 die Mieter reihenweise aus.

Die Evolution der Stadtplanung hat längst andere Spielarten hervorgebracht, gegen die das hingeklotzte La Défense wie ein schwerfälliger Dinosaurier wirkt. Die Zeiten, in denen "Hauptsache hoch" galt, sind vorbei. Heute ist "smart" das neue "hoch". Deshalb hat die Metropole ein neues Prestigeobjekt: das Fort von Issy, Teil der 65.662-Einwohner-Kommune Issy-les-Moulineaux.

Issy ist so etwas wie die französische Version der Wiener Seestadt Aspern,

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