Watchdog

Geht dem Südwind-Magazin die Luft aus?


Benedikt Narodoslawsky
Medien | aus FALTER 50/16 vom 14.12.2016

Afrika, Lateinamerika und Asien - das Südwind-Magazin rückt die medial unterbeleuchteten Kontinente ins Licht. Es fokussiert dabei auf die großen Themen der Globalisierung und zeigt, wie sich die Politik des reichen Nordens auf den Süden auswirkt: Klimawandel, Armut, Migration, Ressourcenknappheit. Die aktuelle Ausgabe gibt etwa Einblicke in das Leben einer Schneiderin aus dem armen Burkina Faso und fragt, ob die Digitalisierung zum Verschwinden des Handwerks beiträgt.

2017 könnte das Südwind-Magazin selbst verschwinden. Denn die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ADA), die dem Außenministerium untersteht, kündigte kurzfristig an, seine finanzielle Unterstützung zu streichen. Die Südwind-Agentur werde zwar weiterhin gefördert, erklärt die ADA auf Anfrage, allerdings nicht mehr das Magazin. Grund: Die EU-Kommission lege die Regeln bei der Vergabe von Fördermitteln zunehmend enger aus. Das Südwind-Magazin startet nun eine Petition für seine Rettung (www.suedwind-magazin.at) und appelliert an Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP), das Heft weiterleben zu lassen. Aus dem Außenministerium heißt es dazu, es sei nicht dafür zuständig, denn es habe keinen Einfluss auf die Fördervergaben der ADA.

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