Zahlen! Das wöchentliche Gespräch über neue Daten und harte Fakten

Wie geht es den Österreichern? Und wie kann man das messen?"


Interview: Florian Klenk
Politik | aus FALTER 50/16 vom 14.12.2016

Wie misst man sozialen Fortschritt? Das wollte die französische Regierung im Jahr 2009 von drei renommierten Ökonomen wissen. Und so wurde unter dem Vorsitz des Nobelpreisträgers Joseph E. Stiglitz eine Kommission gebildet. Der indische Ökonom Amartya Sen fungierte als wissenschaftlicher Berater, und die Koordination übernahm der französische Professor Jean-Paul Fitoussi.

Die Kommission untersuchte, mit welchen Mitteln sich Wohlstand und sozialer Fortschritt messen ließen, ohne sich einseitig auf Einkommensgrößen wie das Bruttosozialprodukt zu stützen. Die Forscher richteten ihren Blick auf drei Säulen: erstens den materiellen Wohlstand -inklusive der Verteilungsfrage. Zweite Säule: Lebensqualität und subjektives Wohlbefinden. Dritte Säule: die Nachhaltigkeit. Darauf aufbauend legen Österreichs Statistiker seit 2013 jährlich einen Befund vor: "Wie geht's Österreich?"

Falter: Herr Pesendorfer, wie entwickeln wir uns? Beginnen wir mit Säule eins: dem Wohlstand.

Konrad Pesendorfer:

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