FESTMENÜ: HEIMAT - WAS SONST?

In seinem 17. Weihnachtsmenü grüßt der Chefkoch anlassbedingt die Hofburg und die Bequemlichkeit


Mise En Place: Armin Thurnher
Landleben | aus FALTER 50/16 vom 14.12.2016


Foto: Irena Rosc

Gestatten Sie mir am Ende eines politisch bewegten Jahres ein persönliches Wort. Ich blicke ins Jahr 2017 hinüber und werde melancholisch; ein Jubiläum steht an. Im Mai 1977 ist der Falter zum ersten Mal erschienen. Die Hälfte der heutigen Redaktion war da noch nicht auf der Welt. Dennoch können sich manche an damals besser erinnern als ich.

Es ist Ihnen gewiss schon aufgefallen, dass der Falter einen Lebenszyklus nach dem anderen durchläuft. Alle, die ihn lesen, und alle, die ihn machen, haben naturgemäß jenen Falter, den sie erleben. Ihren Falter. Die späte, prolongierte Adoleszenz meiner Generation durften die treuen Älteren unter Ihnen mitmachen; ich weiß nicht, ob das immer ein Vergnügen war. Anlass besteht weder zur Verklärung noch zur Verteufelung.

In den Gründungszeiten wäre mir die Idee eines Weihnachtsmenüs nicht in den Sinn gekommen. Essen war teuer, man gab mehr seiner Mittel dafür aus als heute, bekam weniger dafür, und Convenience war sowieso ein Fremdwort. Menüs wie jene, die ich Ihnen hier seit 17 Jahren vorschlage, wären als Zynismus gegen die Hungernden in der Welt und gegen die Armen in unserer Gesellschaft aufgefasst worden.

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