Bösterreich auf der Höhenstraße

Die ORF-Filmreihe "Landkrimis" begann vielversprechend. Die neuen Morde in den Bundesländern sind eine Niederlage


Analyse: Klaus Nüchtern
Feuilleton | aus FALTER 50/16 vom 14.12.2016

In "Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft" tritt Graham Chapman in der Gestalt eines Colonel auf und warnt den Film davor, noch einmal blödsinnig zu werden. Hätte er am Donnerstag vergangener Woche den ersten von vier Landkrimis gesehen, die bis Ende Dezember auf ORF ausgestrahlt werden, hätte er zur Waffe greifen müssen. Der in Tirol angesiedelte "Sommernachtsmord" sah ein bisschen so aus, als hätte man dem Autor und dem Regisseur ein Rexglas voller Magic Mushrooms in die Hand gedrückt und ein Mashup aus "Schlafes Bruder" und "Piefke Saga" bestellt: Felix Mitterer und Harald Sicheritz haben einfach eine Handvoll bizarrer Figuren zusammengewürfelt, in eine Handlung bar aller Plausibilität gezwängt und den Farbsättigungsregler bis zum Anschlag hochgezogen.

Dabei hatte alles durchaus vielversprechend begonnen. Sieht man von dem spektakulär missglückten "Alles Fleisch ist Gras" ab, fanden sich unter dem halben Dutzend Landkrimis, die zwischen Dezember 2014 und Dezember 2015

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