Analoges Glücksversprechen

Gleich neben dem Hauptbahnhof konserviert Schallplatten Brigitte die Produkte der Hochzeit des Vinyl

Besuch: Arthur Fürnhammer | Stadtleben | aus FALTER 50/16 vom 14.12.2016

Das Geschäft am Beginn der Laxenburger Straße in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs gelegen, ist leicht zu übersehen. Es liegt auf einem Grundstück der ÖBB. Der gesamte Block ist von einer hohen Steinmauer umgeben, die nur durch ein winziges, einstöckiges Häuschen mit Giebeldach, kaum größer als eine Schrebergartenhütte, durchbrochen wird -das "Schallplatten Brigitte". Andere Geschäfte oder gar Häuser gibt es an dieser Straßenzeile nicht. Das nächst gelegene Gebäude ist eine grässliche, zwanzigmal größere, moderne Lagerhalle eines ÖBB-Subunternehmens.

Das Geschäft selbst - offizieller Name: "Schallplatten und Cassetten Center Brigitte" - ist im Inneren seit etlichen Jahrzehnten unverändert. Geführt wird es von Herrn Senolt und Frau Ballik, den Geschwistern der namensgebenden Brigitte Komarek, die vor vier Jahren gestorben ist. Hätte diese den Geschwistern nicht das Versprechen abgenommen, das Geschäft weiterzuführen, gäbe es den Laden wohl längst nicht mehr.

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