Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Weihnachtsbier aus dem Eis

Ein besonderes Bier muss auch eine besondere G'schicht erzählen

Sebastian Fasthuber | Stadtleben | aus FALTER 50/16 vom 14.12.2016

Bei der Biervielfalt, die mittlerweile erfreulicherweise im Handel verfügbar ist, kann man schon einmal den Überblick verlieren. Über einen Vorteil im Wettbewerb verfügen da jene Gebräue, die auffallen und sich einprägen. Und das beginnt nicht bei einem besonders schönen oder bunten Etikett, das einen vielleicht zum Kauf verführt, und endet auch nicht beim Geschmack.

Viele Braumeister haben längst erkannt, dass ein besonderes Bier auch eine Geschichte erzählen muss, damit die Leute es sich merken.

Ein guter PR-Mann in eigener Sache ist Reinhold Barta von der Salzburger Biobrauerei Gusswerk. Mit dem Eisbergbock präsentiert er nun eine saisonale Bierspezialität nach dem Motto "Mehr als nur ein Bockbier".

"Wir haben es im heißen Sommer bei minus 20 Grad ausgefroren", sagt Barta. "In den ersten frostigen Nächten des Herbstes fand es dann seinen Weg in die Flasche." Diese in Amerika als Ice-Rifing bekannte Methode entzieht dem Bier Wasser, was am Ende zu einem stärkeren Alkoholgehalt, aber auch zu mehr Geschmack und Farbe führt.

Das malzige, vollmundige Starkbier mit deutlicher Karamellnote wird in der Viertelliterflasche verkauft - mehr kriegt man auf einen Sitz auch nicht weg davon! - und passt zu den Feiertagen etwa zum Klassiker Filet Wellington oder zu Käse. javascript:; Rezensierte Getränke wurden der Redaktion fallweise umsonst zur Verfügung gestellt


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